„Wir brauchen mehr Europa und nicht weniger“

NOZ-Bericht vom 09.03.2013 dap Hagen. Die Euro-Krise war das Thema eines politischen Diskussionsabends im Gustav-Görsmann-Haus in Gellenbeck. Auf Einladung der Hagener Kolpingsfamilie beantwortete der Bundestagsabgeordnete Martin Schwanholz vor etwa 30 Gästen Fragen rund um die Gemeinschaftswährung.

Foto: Egmont Seiler
Vor dem Diskussionsabend fand ein Gespräch von Martin Schwanholz (rechts) mit Hagens Bürgermeister Peter Gausmann (links) im Rathaus statt, wo Schwanholz auch den Beginn der Ratssitzung verfolgte.
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Dabei verteidigte Schwanholz Maßnahmen wie den Rettungsschirm. Staaten wie Griechenland oder Spanien müsse mit Krediten geholfen werden, ohne ihnen mit allzu hohen Sparauflagen „die Luft abzudrücken“. Er plädierte zudem für eine Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken sowie zielgerichtete Projekte, um der hohen Jugendarbeitslosigkeit in den Krisenländern entgegenzuwirken: „Wenn diese Menschen keine Zukunft haben, dann verliert man sie für die Demokratie.“
Die Gemeinde lobte er für den zuvor in der Ratssitzung verabschiedeten Haushalt, der ohne Neuverschuldung auskomme. „Hagen ist gut dran, aber viele andere Kommunen sind zahlungsunfähig“, erklärte Schwanholz und dämpfte so die Hoffnung einiger Anwesenden auf sinkende Steuern und Abgaben.