Ortskernsanierung kostet vier Millionen Euro

NOZ-Bericht vom 23.04.2013 von Wolfgang Elbers Hagen muss mit einem Eigenanteil von insgesamt 1,3 Millionen über acht Jahre rechnen Hagen. Bis Anfang Juni muss der Antrag der Kirschgemeinde für das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ in Hannover vorliegen, um wie geplant die angestrebte Ortskernsanierung in Angriff zu nehmen. Bei Berücksichtigung kommt auf Hagen voraussichtlich ein Eigenanteil von 1,3 Millionen an den Gesamtkosten von rund vier Millionen Euro zu.

Von der Gemeinde erworben: das an das Rathaus anschließende Haus Klapper, wodurch die angestrebte Neugestaltung des Rathausumfeldes möglich ist. Foto: Osterfeld
Von der Gemeinde erworben: das an das Rathaus anschließende Haus Klapper, wodurch die angestrebte Neugestaltung des Rathausumfeldes möglich ist.
Foto: Osterfeld

Für Projektleiterin Judith Artmann vom Sanierungsträger Baubecon sind der Zeitplan und die Zahlen des Kosten- und Finanzierungskonzepts „relativ sportlich“. Das hat sie jetzt im Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde deutlich gemacht.

 

Einen wichtigen Schritt hat die Gemeinde in der vergangenen Woche getan: Der Kauf des an den Parkplatz vor dem Rathaus angrenzenden Klapper-Gebäudes ist perfekt. Die Verhandlungen hatten sich hingezogen, da beim Vertragsabschluss drei Partner einen gemeinsamen Nenner für ihre Interessen finden mussten. Bürgermeister Peter Gausmann: „Wir sind froh, dass wir hier am Ende zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen sind.“

Im Zuge der Ortskernsanierung soll hier ein zentraler Parkplatz für den Zentrumsbereich entstehen. Der Osnabrücker Baubecon-Geschäftsstellenleiter Bernd Caffier dazu im Ausschuss: „Die Sanierung eines Rathausgebäudes wird durch das Landesprogramm nicht finanziert, aber die Aufwertung des Umfeldes ist möglich.“ Als Laufzeit für die Durchführung der Sanierung ist ein Zeitraum von acht Jahren vorgesehen.

 

 

Noch offen sind einige Fragen bei der Abgrenzung des Sanierungsgebietes: So möchten einzelne Eigentümer ihre Grundstücke nicht berücksichtigt sehen, da sie keine potenzielle Wertsteigerungen für die Fläche sehen. Vonseiten des Bistums gibt es dagegen die Anfrage, das Jugendheim und eventuell weitere Gemeindegebäude einzubeziehen, um Fördermittel zur Umfeldaufwertung zu nutzen.

 

An Sanierungsmaßnahmen sind nach derzeitiger Planung unter anderem die Modernisierung der Dorfstraße vorgesehen (veranschlagte Kosten 800 000 bis eine Million Euro), die Neugestaltung des Marktplatzes (300 000 bis 400 000 Euro), der barrierefreie Zugang zum Fachmarktzentrum (Förderfähigkeit wird geprüft), die Neugestaltung der Grünanlage am Kreisel Hüttenstraße (150 000 bis 200 000 Euro) oder die Aufwertung der Rückseite vom Gibbenhoff (100 000 bis 200 000 Euro).