Hagen will junge Familien für gebrauchte Häuser interessieren

Pressemitteilung in der NOZ vom 22.07.2013 Gemeinde wird Grundstücksnachfrage kaum gerecht pm/we Hagen. Die Diskussion um die Vergabeliste für Neubaugrundstücke hat für die SPD-Fraktion im Hagener Rat gezeigt, wie hoch der Bedarf an weiteren Baumöglichkeiten in der Kirschgemeinde nach wie vor ist.

Beispiel für eine Bebauungserweiterung (von links): die SPD-Ratsmitglieder Günter Rolf, Uwe Sprehe und Reinhard Wittke vor einem Haus an der Oststraße. Foto: Osterfeld

Deshalb liegt ein Antrag der Sozialdemokraten für den Planungsausschuss vor, nach der Sommerpause jeweils in der Obermark und in der Niedermark einen besonders geeigneten Bereich auszuwählen, um „innovative Lösungen“ für bessere Bebauungsmöglichkeiten von Altgrundstücken zu finden. SPD-Ratsmitglied Reinhard Wittke: „Ein Großteil der Nachfrage nach Grundstücken kann durch den gemeindlichen Erwerb von Neubauflächen nicht gedeckt werden, da es der Gemeinde immer schwerer fällt, entsprechende Flächen zu erwerben. Deshalb müssen wir hier neue Wege gehen.“
Es sei auf der anderen Seite feststellbar, dass es in der Gemeinde zahlreiche, zumeist auch große Grundstücke aus den 50er-, 60er- oder 70er-Jahren gebe, die aufgrund der demografischen Entwicklung von wenigen, meist älteren Hagenern bewohnt seien. Wittke: „Durch eine neue Überplanung dieser Gebiete und heutige Bebauungsmöglichkeiten sehen wir die Chance, jüngere Familien für den Erwerb einer Gebrauchtimmobilie zu interessieren.“ Dies könne die Situation auf dem Grundstücksmarkt entspannen und mit dazu beitragen, dass diese Baugebiete auch weiter attraktiv bleiben. Durch die geringere Flächenversiegelung führe dies auch ökologisch zu positiven Effekten. Bei der Bürgerbefragung der SPD habe eine sich eine Mehrheit für eine Wohn bauverdichtung ausgesprochen.
Die SPD-Fraktion hofft, dass die Verwaltung eventuell schon in der nächsten Ausschusssitzung Vorschläge unterbreiten kann.