Hagen baut weiter Schulden ab

NOZ-Bericht vom 08.03.2014 von Wolfgang Elbers Haushalt 2014 einstimmig verabschiedet – Pro-Kopf-Verschuldung sinkt auf 888 Euro Hagen. Die Kirschgemeinde zählt zwar in Bezug auf das Gewerbesteueraufkommen zu den schwächeren Kommunen in Landkreis. Aber auch 2014 schafft es Hagen wie in den Vorjahren wieder, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen und den Schuldenabbau voranzutreiben.

Foto: Jörn Martens
Eins der Vorhaben, die von der Gemeinde Hagen zuletzt ohne eine Neuverschuldung realisiert worden sind: das neue Feuerwehrgerätehaus an der Hüttenstraße, das am Freitag, 28. März, eingeweiht wird. Foto: Jörn Martens

125 300 Euro werden nach den Zahlen von Kämmerin Christine Möller an Verbindlichkeiten am Jahresende abgebaut. Damit sind in den vergangenen Jahren inzwischen insgesamt rund zwei Millionen Euro an Altlasten abgetragen worden – davon 1,2 Millionen in den letzten beiden Jahren. Aktueller Stand: 11,9 Millionen Euro.

So gab es in der ersten Ratssitzung am Donnerstagabend von den haushaltspolitischen Sprechern der Fraktionen auch jede Menge Lob für Hagens Kämmerin und ihr Team. „Hervorragende Arbeit“ bescheinigte der Vorsitzende des Finanzausschusses, Thorsten Ammermann (CDU), der die wichtigsten Zahlen des Produkthaushalts erläuterte, der Verwaltung.

Die Eckpunkte: Der Ergebnishaushalt, der Einnahmen und Ausgaben der laufenden Aufgaben der Gemeinde ausweist, beläuft sich insgesamt auf rund 17,3 Millionen Euro. Im Finanzhaushalt sind Investitionen von 3,75 Millionen Euro vorgesehen. Die größten Einnahmepositionen: das Gewerbesteueraufkommen von 2,5 Millionen Euro und der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer, der mit 4,85 Millionen Euro veranschlagt ist. Aber allein an Kreisumlage sind mehr als fünf Millionen an den Landkreis zu überweisen.

Die Investitionen: Größte Position ist hier die Ortskernsanierung, deren Gesamtkosten bei vier Millionen Euro liegen, davon 900 000 Euro im laufenden Jahr. In Schulen und Sporthallen werden 2014 rund 500 000 Euro investiert. So wird die kleine Turnhalle der Grundschule Gellenbeck für weitere 265 000 Euro saniert sowie in der Einrichtung ein Essenraum geschaffen und die Lehrküche umgebaut. Beim Hochwasserschutz wird die Regenrückhaltung in den Bereichen Am Dillbach und Am Goldbach für 150 000 Euro verbessert. Für die Attraktivitätssteigerung der Spielplätze sind 179 000 Euro vorgesehen. Hier wird insbesondere der Spielplatz an der Gellenbecker Grundschule (10 000 Euro) aufgewertet. Außerdem ist eine Erneuerung des Mobiliars im Ratssitzungssaal geplant sowie ein neues Erscheinungsbild im Bürgerbüro.

Stimmen: Für Steffen Plogmann, den finanzpolitischen Sprecher der CDU/FDP-Gruppe, ist ein Grund für das Haushaltsergebnis, dass sich „die Fraktionen mit kostenintensiven Anträgen bei den Beratungen zurückgehalten haben“. Trotz des bisher höchsten Finanzhaushalts sei die Gemeinde so weiterhin in der Lage, sämtliche Zuschussmodelle für Familien und Vereine ohne Kürzungen aufrecht- zuerhalten. Plogmann: „Hagen befindet sich auf dem richtigen Weg.“ Es sei gelungen, Steuern und Abgaben weiter auf einem niedrigen Niveau zu halten.

Für die SPD-Fraktion erklärte deren haushaltspolitische Sprecher Rainer Plogmann: „Wir begeben uns weiter auf den Weg der stetigen Entschuldung, ohne die Weiterentwicklung der Gemeinde zu vernachlässigen.“ Trotz Schuldenabbaus sei es gelungen, Großinvestitionen wie das Feuerwehrhaus ohne Kreditaufnahme zu schultern. Er wies aber darauf hin, dass auf Hagen durch den demografischen Wandel große Aufgaben zukommen.