In der Obermark sollen 18 Bauplätze am Johann-Spratte-Weg entstehen

Die geplanten 18 Baugrundstücke mit Ein- und Zweifamilienhäusern, die als Verlängerung am Johann-Spratte-Weg entstehen sollen. Bild: Grafik Gemeinde Hagen/Ingenieurbüro Tovar

NOZ-Online-Bericht vom 14.06.2019 von Wolfgang Elbers

Hagen. So viel Bürgerinteresse ist selten: Rund 40 Anwohner des Johann-Spratte-Weges in der Obermark haben Donnerstagabend die Planungsausschuss-Sitzung verfolgt. Sie haben zwar nichts gegen die Erweiterung des Baugebiets um 18 Ein- und Zweifamilienhäuser, aber sie fürchten, dass die Laster ihnen dann während der Bauzeit „fast über den Esstisch“ fahren.

In der Kirschgemeinde fehlen Baugrundstücke. Mehr als 250 interessierte Häuslebauer weist die BewerberIiste im Hagener Rathaus aktuell aus. Nachdem zuletzt vor allem in der Niedermark weitere Baugebiete ausgewiesen werden konnten, bietet sich jetzt die Chance, am von der Alten Straße abzweigenden Johann-Spratte-Weg das bestehende Baugebiet östlich um 18 Baugrundstücke zu erweitern.

Erweiterung schon länger vorgesehen

Schnelles Verfahren: Der Planungsausschuss-Vorsitzende Hermann Buller (CDU) hat zu Beginn der Beratung auf einen besonders wichtigen Punkt hingewiesen. Aufgrund der Möglichkeit, das Bauleitplanverfahren nach Baugesetzbuch, Paragraph 13b im beschleunigten Verfahren durchzuführen, da es sich hier eine an eine Siedlung angrenzende Außenbereichsfläche handelt, könnte alles relativ schnell gehen. Mögliche Dauer bis zum Satzungsbeschluss: nur wenige Monate. Buller: „Die Gemeinde hat hier die Chance, in vernünftiger Weise wachsen zu können.“

Auch Ortsplaner Stefan Lehmann griff diesen Punkt auf: „An der Stelle wird eine Langfristplanung realisiert, denn die Erweiterung ist schon im alten Flächennutzungsplan vorgesehen.“ Dies zeige auch die bereits vor rund 30 Jahren angelegte Wegeverbindung am Ende der jetzigen Bebauung. Für das Planverfahren erfolgt derzeit die Erstellung eines Artenschutzgutachtens. Sobald dies vorliegt und im Ausschuss erörtert worden ist, kann die Auslegung des Bebauungsplans erfolgen.