Ausbau Sandstraße in Hagen: Grundstückseigentümer ziehen nicht mit

Die Sandstraße soll im nächsten Jahr saniert werden. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Schulzentrum. Einen Gehweg auf deren nördlicher Seite lehnen Anwohner jedoch ab. Bild: Horst Troiza

NOZ-online-Bericht vom 04.09.2019 von Horst Troiza

Hagen . Neben weiteren Straßen wird auch die Sandstraße in Hagen im kommenden Jahr saniert. In unmittelbarer Nähe zum Schulzentrum wird sie stark von Schülern genutzt. Pläne, zu deren Sicherung auf der nördlich gelegenen Seite einen Gehweg anlegen zu wollen, müssen vorerst aufgegeben werden. Anwohner wollen dafür keinen Streifen ihrer Grundstücke abgeben. Die Verwaltung will deshalb einen externen Experten ins Boot holen, erhofft sich von diesem einen Plan B.

Auch abgesehen von der brüchigen Asphaltdecke ist das Erscheinungsbild der Sandstraße in die Jahre gekommen, hieß es im Verkehrs- und Wegeausschuss der Gemeinde. Sie genüge den Ansprüchen, die an moderne Verkehrswege geknüpft werden, nur noch bedingt. Mit Blick auf ihre Bedeutung als Schulweg hat man sich in der Verwaltung Gedanken darüber gemacht, wie die Verkehrssituation und damit der Schutz von Fußgängern, hier besonders der Schüler, verbessert werden kann.

„Als eine Möglichkeit haben wir ins Auge gefasst, auch auf der nördlichen Seite einen Gehweg anzulegen. Dafür haben wir die betreffenden Grundstückseigentümer angeschrieben“, berichtete Fachdienstleiter Stefan Altevogt. Drei Fragen seien in dem Schreiben aufgelistet gewesen. „Wir haben gefragt, ob die Betreffenden einen Teil ihrer Grundstücke vorn an der Sandstraße verkaufen würden, ob sie einen Teil gegen Flächen hinter den Grundstücken zum Jägerberg hin tauschen, oder ob wir uns bei den Sanierungsplänen auf das Vorhandene beschränken sollen“, zählte er auf. Bisher habe es von den neun in Frage kommenden Eigentümern fünf Rückläufer gegeben. „Diese äußern sich dahingehend, sich auf das Vorhandene zu beschränken“, so Altevogt.

„Somit gehen wir davon aus, dass das Vorhaben wohl nicht mehr zu realisieren ist“, gab Bürgermeister Peter Gausmann bekannt. Damit werde die Aufgabe, den Schulweg sicherer gestalten zu wollen, aber nicht aufgegeben.

So wurde im Ausschuss unter anderem diskutiert, ob der Fußweg, der nördlich der Sandstraße am Regenrückhaltebecken verläuft, künftig als Schulweg genutzt werden könnte. Wie müsste dann aber eine entsprechende Verkehrslenkung aussehen? Das mochte niemand sagen. Nun soll ein externer Experte zu Rate gezogen werden, der sich mit dem Problem beschäftigt.

Könnte der Schulweg künftig über diesen Fußweg entlang des Regenrückhaltebeckens führen? Bild: Horst Troiza

Im Wegeausschuss wurde zudem bekannt gegeben, welche Straßenbaumaßnahmen im kommenden Jahr auf dem Plan stehen. Neben der Sandstraße sind das die Straßen Im Lorenkamp und Im Busch sowie der Endausbau im Baugebiet „Östlich Görsmannstraße III und IV“. Für Letzteres sehen die Pläne vor, den beidseitigen Gehweg in der Wilhelm-Wolf-Straße fortzusetzen. Aufgrund der geringeren Breite des Straßengrundstücks von fünf Metern ist der einseitige Parkstreifen nur in einem kurzen Abschnitt möglich.

Für die Seitenstraßen im Baugebiet ist ein höhengleicher, einseitiger Gehweg mit Rundbord vorgesehen, die Fahrbahnbreite beträgt 4,50 Meter. Die Fahrbahndecke soll als Schwarzdecke ausgeführt werden.

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