Neustart des Hagener Wochenmarkts am Mittwochstermin

Zufriedene Gesichter am erster Markttag am neuen Mittwochstermin: Unser Foto zeigt (von links) Bürgermeister Peter Gausmann, Marktmeister Ralf Zumstrull sowie den Obst- und Gemüse-Anbieter Frank Schmieding. Bild: Gert Westdörp / NOZ

NOZ-online-Bericht vom 24.10.2019 von Wolfgang Elbers

Hagen. „Es riecht schon in der Dorfstraße nach Hähnchen“, hat sich am Mittwochmittag eine Hagenerin über das erweiterte Angebot zum Neustart des Wochenmarkts gefreut. Ein 14 Meter langer Obst- und Gemüsestand, ein Schal- und Mützen-Händler, der bekannte Käsewagen, ein Brot- und Backwaren-Anbieter, ein Antipasti-Angebot sowie ein Salben-Verkauf und der Hähnchen-Imbiss sorgen für eine deutlich gestiegene Attraktivität nach dem Terminwechsel.

Die äußeren Bedingungen hätten kaum besser sein können: Die Herbstsonne hat sich am Mittwoch passend zum neuen Wochenmarkt-Termin, der vom traditionellen Freitag auf die Wochenmitte verlegt worden ist, von ihrer strahlenden Seite präsentiert und dazu beigetragen, dass sich im Laufe des Nachmittags zahlreiche Hagener ein Bild von den neuen Ständen gemacht haben.

„Wieder richtiges Marktflair“

„Jetzt herrscht hier wieder richtiges Marktflair“, hat sich Bürgermeister Peter Gausmann über die Zahl und die neue Aufstellung der Beschicker gefreut, die in einem Halbrund Richtung Hüttenstraße stehen. Den Kunden biete sich jetzt mit sieben bis acht Anbietern eine ganz andere Auswahl als zuletzt am Freitagnachmittag mit zuletzt nur zwei Anbietern.

Aber eins ist für Hagens Rathaus-Chef auch klar: „Am Ende sind es die Hagener, die darüber entscheiden, ob der neue Termin angenommen wird und der Wochenmarkt wieder eine langfristige Perspektive verfügt.“

Marktmeister Ralf Zumstrull hat am Mittwoch jedenfalls schon mal viel Lob von Stammbesuchern bekommen: „Glückwunsch, dies ist eine echte Aufwertung.“ Allerdings ist von einigen Kunden ein Angebot noch vermisst worden: „Wann kommt der Pferdewurstmann?“, hat Zumstrull häufiger zu hören kommen.

Er musste die Fragesteller auf kommende Woche vertrösten, wenn der Markt am Mittwoch vor dem Reformationsfeiertag in Niedersachsen stattfindet. Zum Start habe es nicht geklappt, da der Standbetreiber nicht vom Warendorfer Fettmarkt gekommen sei, der zur dortigen Kirmes einen Mix aus Fahrgeschäft- und Budenzauber sowie Trödelmarkt, Reitturnier Landmaschinen-Präsentation bietet.

Der erste Hagener Mittwochstermin ist aus Sicht der Beschicker insgesamt zufriedenstellend verlaufen. Obst- und Gemüse-Einzelhändler Frank Schmieding, der neu auf dem Markt in der Kirschgemeinde steht: „Ich habe ein positives Grundgefühl, auch wenn der Mittwoch rein wirtschaftlich noch kein Erfolg gewesen ist.“  Aber das sei auch nicht anders zu erwarten gewesen.

Für den 61-Jährige, der in der Woche auf fünf Märkten in der Region vertreten ist, hat der erste Termin gezeigt: „Der Standort verfügt über Potenzial.“  Auffällig ist für ihn gewesen, dass in Hagen auch ein „verhältnismäßig junges Publikum“ zu den Marktbesuchern zähle. Er sieht deshalb auch gute Voraussetzungen, dass hier auch noch am Spätnachmittag ein gutes Geschäft möglich sei, wenn sich der Mittwochstermin etabliert habe.

Standbetreiber: Platz und Aufteilung sind gut

Auch für Biobrot- und Backwaren-Anbieter Josef Knuf aus Voltlage, der ebenfalls erstmals in Hagen Station macht, stimmt die Perspektive: „Der Wochenmarkt-Platz und die Aufteilung sind gut.“ Jetzt müsse der neue Termin in der Wochenmitte nur noch richtig bekannt werden. Auch bei den vertretenen Ständen sieht er noch Chancen: „Für das Publikum, das in Hagen den Markt besucht, wäre es aus unserer Sicht interessant, wenn hier noch weitere Nachhaltigkieits- und Bio-Angebote zu finden wären.“

Auch die Niedermarkerin Andrea Beeck, die mit ihrem Käsewagen traditionell auf dem Marktplatz steht, setzt darauf, dass sich der neue Markttermin entwickelt: „Vom Umsatz her haben wir uns zum Start etwas mehr erhofft, aber es muss sich alles erst einmal einspielen und im Ort herumsprechen.“

Darauf setzt auch Marktmeister Ralf Zumstrull: „Das deutlich erweiterte Angebot wird seinen Zuspruch finden“, ist er überzeugt und setzt auch darauf, dass weitere Beschicker am Mittwoch nach Hagen kommen: „Wir sind unter anderem mit einem Fischwagen hier in guten Gesprächen.“

https://www.noz.de/lokales/hagen/artikel/1917529/in-hagen-atw-findet-der-wochenmarkt-jetzt-mittwochs-statt